6. Januar 2019 – Typisierung Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe!

20. Dezember 2018

Warum braucht man Stammzellspender?

Alle 15 Minuten erhält ein Mensch in Deutschland die niederschmetternde Diagnose Blutkrebs. Viele Patienten sind Kinder und Jugendliche, deren einzige Chance auf Heilung eine Stammzellspende ist. Doch jeder zehnte Patient findet keinen Spender.

Wer kann Stammzellspender werden?

Jede Person zwischen 17 und 45 Jahren kann sich registrieren lassen, solange sie gesund und in körperlich guter Verfassung ist. Eine kurze Kontrolle, mit welchen Krankheitsbildern nicht gespendet werden darf, ist nachfolgend aufgelistet.

Die Ausschlusskriterien dienen sowohl Deinem Schutz als Spender, als auch um die Risiken für den Empfänger zu minimieren. Bitte lies Dir die folgenden Punkte aufmerksam durch, um Dich und die Person, der Du vielleicht bald das Leben retten möchtest, zu schützen. Trifft einer der nachfolgenden Punkte auf Dich zu, darfst Du leider nicht spenden:

  • Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems:
    z. B. behandlungsbedürftige Herzrhythmusstörungen, koronare Herzkrankheit, schlecht eingestellter Bluthochdruck, Bypassoperationen, nach einem Herzinfarkt
  • Erkrankungen des Blutes, des Blutgerinnungssystems oder der Blutgefäße: z. B. Beinvenenthrombose, Störung der Blutgerinnung, z. B. Hämophilie A (Bluterkrankheit), Marcumarbehandlung, Thalassämie, Sichelzellanämie, ­aplastische Anämie, Sphärozytose
  • Erkrankungen der Atemwege:
    z. B. schweres Asthma, Lungenfibrose, Lungenembolie
  • Schwere Nierenerkrankungen:
    z. B. Glomerulone­phritis, Niereninsuffizienz
  • Schwere medikamentös behandelte Allergien: 
    Nicht jede Allergie ist automatisch ein Ausschlussgrund für eine Blutstammzellspende. Hausstaub-, Pollen- oder Tierhaarallergie führen nicht zum Ausschluss, sofern es dadurch noch nicht zu einem anaphylaktischen Schock gekommen ist. Wenn Du unsicher bist, ruf uns gerne an: 089 – 89 32 66 28. Dann klären wir gemeinsam, ob Du als Spender infrage kommst.
  • Infektiöse Erkrankungen: z. B. Hepatitis C oder nicht ­ausgeheilte Hepatitis B, HIV-Infektion, Malaria
  • Bösartige Erkrankungen: Krebserkrankungen
  • Erkrankungen des Immunsystems: z. B. Rheumatoide ­Arthritis, Kollagenosen (z. B. Sklerodermie), Morbus Crohn, Colitis­ ulcerosa, Morbus Addison, Idiopathische Thrombozytopenische Purpura, Lupus erythematodes, Sjögren-Syndrom, Vaskulitis
  • Erkrankungen der Psyche und des zentralen
    Nervensystems: 
    z. B. Epilepsie, Psychosen, Multiple Sklerose, Creutz­feldt-Jakob-Krankheit
  • Erkrankungen der endokrinen Drüsen:
    z. B. Diabetes mellitus, Schilddrüsenüberfunktion. Eine Schilddrüsenunterfunktion ist kein Ausschlusskriterium.
  • Nach einer Fremdgewebe-Transplantation:
    z. B. Niere, Leber, Herz, Haut, Hornhaut, Hirnhaut
  • Bei Vorliegen einer Suchterkrankung:
    z. B. Medikamente, intravenöse Drogenabhängigkeit
  • Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe: Personen, deren Sexualverhalten oder Lebensumstände ein gegenüber der Allgemeinbevölkerung deutlich erhöhtes Übertragungsrisiko für durch Blut übertragbare schwere Infektionskrankheiten (z. B. Hepatitis B und C oder HIV) bergen

Ab dem 61. Geburtstag wird jeder registrierte Stammzellspender automatisch aus dem weltweiten Spendernetz gelöscht. Dies wurde vom Gesetzgeber so festgelegt, da mit zunehmendem Alter die Qualität der Stammzellen immer mehr abnimmt und die Auswirkungen der Transplantation älterer Stammzellen in jüngere Personen noch nicht hinreichend erforscht wurden.

Wie läuft die Registrierung ab?

  1. Geben Sie Ihre Adress- und Kontaktdaten an
  2. Für die Bestimmung der Gewebemerkmale benötigen wir eine Blutprobe oder ein Wangenabstrich

Wie läuft die Stammzellspende ab?

DIE PERIPHERE BLUTSTAMMZELLSPENDE: 
Bei dieser Entnahmemethode wird über vier Tage ein Medikament verabreicht, das die vermehrte Produktion von Stammzellen anregt. Dies geschieht in Form von kleinen Spritzen, die Du Dir selbst zuhause geben kannst. Du wirst dazu beim Voruntersuchungstermin angeleitet. Nach dieser Mobilisierung werden am 5. Tag die im Blut zirkulierenden Stammzellen über die Armvene entnommen. Die Spende findet in unserer Ambulanz unter der Fürsorge der Ärzte, die Du schon von der Voruntersuchung kennst, statt. Die Spende dauert etwa 4-5 Stunden. Nebenwirkungen während der Vorbereitungszeit sind grippeähnliche Symptome wie Knochen-, Glieder- und Muskelschmerzen, eventuell Kopfschmerzen und Übelkeit. Diese Beschwerden können mit einem geeigneten Medikament gelindert werden.

DIE KNOCHENMARKSPENDE: 
Die Entnahme erfolgt in Vollnarkose und dauert ca. eine Stunde. Du kannst die Klinik am darauffolgenden Morgen schon wieder verlassen. Eine medikamentöse Vorbereitung ist hier nicht nötig. Mit Nadeln wird der Beckenkammknochen­ punktiert. Durch die Einstiche entstehen pro Seite ein bis zwei kleine Punkte im Bereich des Beckenkamms, die jedoch keine sichtbaren Narben hinterlassen. Nebenwirkungen sind ein geringer Blutverlust und muskelkaterartige Beschwerden im oberen Bereich der Gesäßmuskulatur. Schweres Heben sollte nach der ­Knochenmarkspende für ca. 14 Tage vermieden werden.

Beide Spendearten werden von unserem Ambulanzteam jährlich hundertfach durchgeführt.

Um eventuellen Missverständnissen vorzubeugen: Die Blutstammzellen befinden sich im Knochenmark. Das Rückenmark im Wirbelkanal hat damit nichts zu tun!

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Die 6-jährige Luise aus Hagsfeld sucht ihren „Lebensretter“

6. November 2018

Ende Juli geht Luises Mutter mit ihr zum Kinderarzt weil sie immer blasser und kraftloser wird…

… von dort wird sie direkt in die Kinderklinik überwiesen. Nach einer Knochenmarkpunktion am nächsten Tag steht die Diagnose Leukämie fest. Sofort wird mit der Chemotherapie begonnen. Im Laufe der Therapie stellt sich heraus, dass Luise auf eine Knochenmarktransplantation angewiesen ist, um wieder ganz gesund werden zu können.

Luise ist ein sehr fröhliches, kontaktfreudiges und naturverbundenes Mädchen. Sie möchte so gern wieder auf Bäume klettern, in den Bergen wandern, in den Ostseewellen toben, im Kinderchor mitsingen. Außerdem möchte sie endlich alle Klassenkameraden kennen lernen, denn aufgrund der Chemotherapie ist ihr Immunsystem so geschwächt, dass ein regulärer Schulbesuch nicht möglich ist.

Für Luises Familie ist es überwältigend, wie viel Mitgefühl und Unterstützung sie durch Freunde, Bekannte, Vereine, KollegInnen, Schule, Kindergarten,… erfahren und sie rufen die Bevölkerung dazu auf, sich am 09. Dezember in der Zeit von 11.00 bis 17.00 Uhr in der kleinen Sporthalle des VTH typisieren zu lassen. Wem der Termin nicht passt, der kann sich auf unserer Homepage ein Lebensretterset bestellen und sich so als als freiwilliger Stammzellspender registrieren.

„Jeder Mensch ist einzigartig. Wichtig und geliebt. Und gleichzeitig so verletzlich, wie wir grade bei Luise erkennen müssen. Lassen Sie uns zusammenstehen. Miteinander und füreinander leben. Lassen Sie uns beten, dass Luise geholfen werden kann“. Mit diesen Worten ruft auch Pfarrer Siegfried Weber, der Luise vor 5 1/2 Jahren getauft hat, die Mitbürgerinnen und Mitbürger dazu auf, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen.

Nach wem suchen wir?

Vor allem junge Spender sind gefragt, deshalb richtet sich der Aufruf verstärkt an jeden zwischen 17 und 45 Jahren, der gesund und fit ist und bei keiner anderen Aktion oder Datei registriert wurde. Am Aktionstag nehmen erfahrene Punktionskräfte ein paar Tropfen Blut ab, aus dem im Labor dann die Gewebemerkmale analysiert werden. Diese Gewebemerkmale werden anonym in einem weltweiten Spenderregister gespeichert und stehen nicht nur für Luise, sondern für allen Patienten auf der ganzen Welt zur Verfügung.

Wie können Sie noch helfen?

  • Machen Sie Ihre Freunde, Bekannte oder Ihre Mitarbeiter auf unsere Aktion aufmerksam!
  • Wer aus gesundheitlichen oder altersbedingten Gründen nicht Spender werden kann, ist mit einer Geldspende als Unterstützer sehr willkommen. Jeder Cent zählt, denn auch Geldspenden helfen Leben retten. Für jeden neuen Stammzellspender fallen Kosten in Höhe von 40 EUR an, die weder der Staat noch die Krankenkassen tragen.

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Flyer mit Informationen zur Stammzellspende

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Lass Dich auf der Offerta typisieren!

11. Oktober 2018

Ihr wolltet Euch schon immer mal typisieren lassen und seid sowieso auf der Offerta unterwegs? Dann seid ihr bei uns genau richtig,  kommt einfach am Stand in der Halle 3 vorbei, meldet Euch an und lasst Euch ein kleines Röhrchen Blut abnehmen, schon seid ihr als Stammzellspender registriert!

Bereits zum zweiten Mal sind wir in diesem Jahr wieder am Stand des Städtischen Klinikums Karlsruhe bei der Offerta dabei und nehmen fleißig neue Stammzellspender auf. Registrieren lassen kann sich jeder zwischen 17 und 45 Jahren, der mindestens 50 kg wiegt und gesund ist. Es gibt Ausschlussgründe zur Eignung als Stammzellspender, darüber informieren wir ausführlich vor Ort. Letztes Jahr konnten wir beinahe 300 neue Spender aufnehmen, wir sind gespannt, ob wir das in diesem Jahr toppen können!

Hier könnt Ihr Euch das Plakat herunterladen!

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Newsletter Juli 2017

18. Juli 2017

Die dreizehnte Ausgabe des Newsletters markiert einen Stabswechsel in der Inneren Medizin V in Heidelberg. Im Februar dieses Jahres hat sich Herr Prof. Dr. Anthony Ho nach 47 jähriger Verbundenheit mit dem Universitätsklinikum in den Ruhestand verabschiedet. Ganz so ruhig wird es allerdings nicht bei ihm werden, denn er bleibt vor allem den Forschungsaktivitäten der Inneren Medizin vorerst noch erhalten. Er wird sich der Auswertung der immensen Datenmengen des internationalen Forschungsverbunds „SyStemAge“ widmen. SyStemAge geht der Frage nach, wie Stammzellen altern und welche Rolle diese Alterungsprozesse bei Erkrankungen des Knochenmarks spielen.

Mit Prof. Dr. Carsten Müller-Tidow konnte ein exzellenter Nachfolger für die Position des Ärztlichen Direktors gewonnen werden. Der Förderkreis Stammzellforschung wird auch die Forschungstätigkeiten von Prof. Dr. Müller-Tidow unterstützen. Einen ersten Einblick in seine Schwerpunkte gibt der Bericht „Immuntherapie mit CAR-Zellen“, der auf anschauliche Weise schildert, warum diese Zellen als die neuste „Wunderwaffe“ bei der Bekämpfung von Krebs gefeiert werden. Stammzellforschung rettet Leben, ich spreche aus Erfahrung.

Wir bitten Sie, helfen Sie uns dabei! Ihre Spende kommt zu einhundert Prozent da an, wo sie gebraucht wird.
Herzlich Ihr Bruno Gärtner, Kuratoriumsvorsitzender

Hier finden Sie den Newsletter 14 von 2017

Newsletter StammzellForschung Juli 2017

 

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