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Warum braucht man Stammzellspender? 

In Deutschland erkranken jedes Jahr mehrere tausend Menschen neu an Leukämie, oder einer anderen bösartigen Erkrankung des Knochenmarks, darunter viele Kinder und Jugendliche. Für viele dieser Patienten ist eine Stammzelltransplantation die einzige Hoffnung auf Heilung. Bei einer Stammzelltransplantation bekommt der Patient gesunde Blutstammzellen von einem fremden Spender übertragen, nachdem seine eigenen kranken Stammzellen durch Chemotherapie zerstört wurden.

Als Spender kommen salopp ausgedrückt so genannte „genetische Zwillinge" in Frage Dies bedeutet, zwischen dem Spender und dem Patienten müssen bestimmte Gewebemerkmale übereinstimmen. Die größte Wahrscheinlichkeit einen genetischen Zwilling zu finden, liegt innerhalb der eigenen Familie, und dort bei leiblichen Geschwistern. 
Jeder dritte Patient findet einen familiären Spender. Im Umkehrschluss bedeutet das, mehr als die Hälfte aller Patienten ist auf einen freiwilligen nicht-verwandten Spender angewiesen.

Genau hier sind wir alle gefragt. Lassen Sie sich als potenzieller Stammzellspender registrieren! B.L.u.T.eV bietet Ihnen verschiedene Spendemöglichkeiten an, wie sie sich als Blutstammzellspender registrieren lassen können.

Die freiwillige Blutstammzellspende 

Ablauf, Risiken und Nebenwirkungen und sonstige Informationen
B.L.u.T. eV arbeitet sehr eng mit dem Heidelberger Stammzellregister (HSR) zusammen. Alle Spender die sich durch uns registrieren lassen, sind dort gespeichert. Das HSR hat auf einem sehr ausführlichen Merkblatt für Sie Informationen zusammengestellt, die Ihnen die Entscheidung Blutstammzellspender zu werden oder nicht sicher erleichtern werden.

Das HSR ist eine von ca. 30 Stammzellspenderdateien in Deutschland. Das Entstehen von mehreren Dateien ist durch die regionale Versorgung der Patienten bedingt. Alle Dateien melden ihren gesamten Datenbestand an das Zentrale Knochenmarkspenderregister Deutschland (ZKRD), das seinen Sitz in Ulm hat.

In Ulm wird auch die Suche nach einem geeigneten Spender durchgeführt. Die einzelnen Dateien sorgen für die Pflege der Daten, und kontaktieren im Falle einer potentiellen Spende dann den jeweiligen Spender. Sie vielleicht!

In der Regel wird die Stammzellspende vom Spender als eine sehr positive Erfahrung empfunden. Wenn Sie sich dafür interessieren können Sie dies unter Erfahrungsberichte nachlesen.

Aktive und passive Spender

Die Kosten für eine Typisierung belaufen sich beim HSR auf 60 Euro. Dies ist etwas teurer als bei anderen Stammzelldateien. Durch den Einsatz modernster Labortechnik kann das Heidelberger Register gleich beim ersten Untersuchungsgang alle wichtigen Gewebemerkmale ermitteln. Sollten Sie als Spender in Frage kommen, müssen Sie daher nicht dazu aufgefordert werden, eine zweite Blutprobe zu senden. Die Suche nach dem passenden Spender ist immer auch ein Wettlauf gegen die Zeit, und durch die Methode des HSR kann so wertvolle Zeit gespart werden.

Bei der Finanzierung der Laborkosten sind wir ausschließlich auf Geldspenden angewiesen. Auch wenn Sie selbst nicht aktiver Stammzellspender werden, können Sie uns so mit Ihrer Geldspende entscheidend als passiver Spender unterstützen.