Lexikon
In unserem Lexikon/Glossar finden Sie Begriffe die für die Thematik der Leukämie- und Tumor-Erkrankungen wichtig und wissenswert sind.
allogene Knochenmarktransplantation
Allos, griechisch = anders, verschieden. Knochenmarkübertragung von einem fremden Spender; Gewebemerkmale von Spender und Empfänger müssen weitestgehend übereinstimmen.
autologe Knochenmarktransplantation
Autos, griechisch = selbst aus dem Körper entstanden, nicht von außen eingebracht. Übertragung von eigenem Knochenmark, das nach der Entnahme gereinigt wird.
Blutstammzellen
Blutstammzellen sind eine Art von Zellen, die in der Regel primär im Knochenmark vorkommen. Sie sind der Ausgangspunkt für die gesamte Zellneubildung des Blutes und des Abwehrsystems. Blutstammzellen sind die eigentlichen Zellen aus dem Knochenmark, die bei einer Transplantation zur Behandlung von Leukämie und anderen Krankheiten wirklich nötig sind.
Blutstammzellspende
Bei der Blutstammzellspende wird dem Spender etwa eine Woche lang das Hormon (G-CSF) gespritzt, welches bewirkt, dass Stammzellen aus dem Knochenmark ins Blut übergehen. Dort können sie dann mittels Stammzellapherese herausgefiltert werden.
DNS
Desoxyribonukleinsäure; ist Träger der Erbinformation und liegt meist als Doppelstrang vor, vorwiegend im Zellkern vorhanden.
Hämatologie
Die Lehre von den Bluterkrankungen. Betrifft gut- und bösartige Tumoren.
Immunsystem
Körpereigenes Abwehrsystem gegen Krankheiten. Erkennt Fremdsubstanzen und aktiviert Gegenmaßnahmen.
Knochenmark
In jedem Knochen gelegene Produktionsstätte für im Blut zirkulierende Blutzellen. Man unterscheidet die Blutzellen in:
- Rote Blutkörperchen (Erytrozyten): Sauerstofftransport.
Normwert: 4 bis 5 Mio. pro Mikroliter Blut. - Weiße Blutkörperchen (Leukozyten): Abwehrzellen.
Normwert: 4.000 bis 9.000 pro Mikroliter Blut. - Blutplättchen (Thrombozyten): Blutstillung/Gerinnung.
Normwert: 150.000 bis 300.000 pro Mikroliter Blut.
Knochenmarkspende
Eine Knochenmarkspende ist eine Methode zur Gewinnung von Blutstammzellen. Da die Knochenmarkspende in diesem Sinne nur eine Methode zur Gewinnung von Blutstammzellen ist, spricht man heute häufig allgemein von Blutstammzellspende, wobei die Knochenmarkspende im eigentlichen Sinn als "Entnahme von Blutstammzellen durch Punktionen" im Begriff der Blutstammzellspende mit enthalten ist.
lymphatisch
Mit Lymphe u. Lymphknoten zusammenhängend.
Lymphe
Gewebewasser, das in einem eigenen Gefäßsystem zu den herznahen Venen transportiert wird und sich dort wieder mit dem Blut vermischt.
Lymphknoten
Die linsen- bis bohnengroßen Lymphknoten sind an vielen Stellen des Körpers Filter für das Gewebewasser. Die oft verwendete Bezeichnung Lymphdrüsen ist falsch, da die Lymphknoten keinerlei Drüsenfunktion besitzen. Wichtiger Teil des Immunsystems.
Lymphome, maligne
Erkrankungen des lymphatischen Systems. Es handelt sich um versch. Lymphkrebsarten, die unterteilt werden in: Morbus Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphome. Aus ungeklärten Gründen können diese Tumoren auch im Gehirn auftreten und nehmen hier an Häufigkeit zu.
palliativ
lindernd. Die palliative Therapie hat besondere Bedeutung, wenn die Heilung eines Krebspatienten nicht möglich ist. Im Vordergrund steht eine intensive Schmerztherapie.
Remission
Rückentwicklung der Erkrankungszeichen unter die Nachweisgrenze ist nicht gleichbedeutend mit Heilung. Unter der Nachweisgrenze kann die Erkrankung noch aktiv sein und zu einem Rückfall führen. Die klinische Terminologie unterscheidet zwischen Voll- und Teilremission.
Rezidiv
"Rückfall" einer Krankheit
Stammzellapherese
Die Stammzellapherese (von griechisch Apherese = Wegnahme) ist ein Verfahren zur Separation der im Blut enthaltenen Stammzellen. Das entstehende Apheresat, welches die Stammzellen enthält, kann entweder autolog oder allogen weitergegeben werden.
Transplantation
Übertragung von Zellen, Gewebe o. Organen auf ein anderes Individuum o. eine andere Körperstelle.
Quellen:
Deutsche Krebshilfe, 2006, Wikipedia, September 2006



