Häufige Fragen
Hier haben wir für Sie die häufigst gestellten Fragen zusammengefasst. Klicken Sie einfach auf die Frage die Sie gerene beantwortet haben möchten.Sollte Ihnen ein Thema fehlen, schreiben sie uns doch einfach eine E-Mail.
- Was ist der Unterschied zwischen einer Stammzellspende und einer Knochenmarkspende?
- Wie läuft eine Knochenmarkspende ab?
- Wie läuft eine Blutstammzellspende ab?
- Entstehen für den Stammzellspender irgendwelche Kosten?
- Wie lange kann ich mein Bereitschaft zur Stammzellspende noch zurücknehmen?
- Erfahre ich, für wen ich Stammzellen gespendet habe?
Was ist der Unterschied zwischen einer Stammzellspende und einer Knochenmarkspende?
Der Unterschied besteht darin, wie man die benötigten Stammzellspenden des Spenders entnimmt. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Methoden der Stammzellgewinnung, nämlich die klassische Knochenmarkspende, und die Blutstammzellspende. Die Entscheidung für diese oder jene Methode hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie etwa der genauen Art der Erkrankung, und wird von den behandelnden Ärzten getroffen.
Wie läuft eine Knochenmarkspende ab?
Bei der Entnahme von Stammzellen aus dem Knochenmark wird dem Spender aus den platten Knochen, in der Regel dem Beckenkamm, durch eine große Nadel etwa 1 Liter Knochenmark-Blut-Gemisch entnommen. Das daraus gewonnene Knochenmark wird dem Empfänger später per Transfusion übertragen. Die Prozedur der Entnahme dauert etwa ein bis zwei Stunden und erfolgt stationär unter Vollnarkose, wobei mit einem Krankenhausaufenthalt von zwei bis drei Tagen zu rechnen ist. Entnommenes Knochenmark regeneriert sich beim Spender innerhalb weniger Tage.
Häufig wird der Begriff Knochenmark mit Rückenmark verwechselt. Dies ist jedoch falsch; bei einer Knochenmarkspende wird kein Eingriff an der Wirbelsäule vorgenommen. Einschränkungen der Empfindungsfähigkeit oder gar eine Querschnittslähmung sind deswegen grundsätzlich nicht zu befürchten. Die Nebenwirkungen für den Spender beschränken sich in der Regel auf leichte bis mäßige Schmerzen (ähnlich einem Muskelkater) sowie Hämatome im Bereich der Einstichstellen, die jedoch nach einigen Tagen wieder verschwinden. Durch die notwendige Vollnarkose kann es unter Umständen auch zu vorübergehender Übelkeit o. ä. kommen.
Das Risiko, dass es durch die Narkose oder durch das Punktieren des Knochenmarkraumes zu ernsteren Komplikationen kommt, liegt etwa bei 1:20.000.
Wie läuft eine Blutstammzellspende ab?
Die klassische Knochenmarkspende wurde inzwischen von der Peripheren Blutstammzellspende weitgehend abgelöst. Dabei wird dem Spender etwa eine Woche lang das Hormon (G-CSF) gespritzt, welches bewirkt, dass Stammzellen aus dem Knochenmark ins Blut übergehen. Dort können sie dann mittels eines speziellen technischen Verfahrens, einer Stammzellapherese, herausgefiltert werden.
Als Nebenwirkungen treten beim Spender oft mehr oder weniger stark ausgeprägte grippeähnliche Symptome auf, die durch das verabreichte Medikament verursacht werden und nach dessen Absetzung schnell wieder verschwinden. Durch die gleichzeitige Gabe z.B. von Paracetamol können aber auch diese Symptome stark gelindert werden.
Entstehen für den Stammzellspender irgendwelche Kosten?
Grundsätzlich bekommen Spender ab dem Zeitpunkt, an dem sie um einen erneuten Bluttest gebeten werden, alle Kosten erstattet. Dies schließt auch die Fahrtkosten zu Voruntersuchungen und zur Spende selbst sowie den Verdienstausfall für diese Tage mit ein. Bei Arbeitnehmern wird üblicherweise der Lohn weitergezahlt und der Arbeitgeber kann dann der jeweiligen Spenderorganisation diesen Betrag in Rechnung stellen.
Wie lange kann ich mein Bereitschaft zur Stammzellspende noch zurücknehmen?
Bis zum Beginn der Vorbehandlung des Patienten (siehe unten) kann der Spender jederzeit noch von der Spende zurücktreten. Nach Möglichkeit sollte dies zu einem so späten Zeitpunkt jedoch vermieden werden, da bis dahin bereits viel Zeit und Geld in die Spendersuche investiert worden ist.
Erfahre ich, für wen ich Stammzellen gespendet habe?
Während der Durchführung der Transplantation erfahren weder der Empfänger bzw. seine Ärzte die Identität des Spenders, noch weiß der Spender, wer der Patient ist (dies gilt natürlich nicht für Spenden unter Familienangehörigen). Nach einer gewissen Wartezeit, die je nach Spenderorganisation ein bis zwei Jahre dauert, können sich Spender und Empfänger kennen lernen, wenn beide dies wünschen.



